Labrador Erziehung – 10 wichtige Tipps für die kommenden Jahre!

Der Labrador ist ein absoluter Familienhund. Er ist liebenswert und gelehrig, benötigt jedoch eine gute Erziehung, damit er dir nicht auf der Nase herumtanzt. Alleine der Blick deines Labrador Welpen lässt dein Herz erweichen, doch Vorsicht, er hat dich ganz schnell um den Finger gewickelt. Bevor du jedoch mit der Erziehung des Welpen beginnen kannst, solltest du seine Eigenarten genau kennen, denn nur dann kannst du einen Labrador richtig erziehen.

7 Labrador Erziehungstipps

Damit ein harmonisches Verhältnis zwischen dir und deinem Labrador Welpen entsteht, ist leider eine konsequente Erziehung unumgänglich. In der Zeit von der achten bis zur sechszehnten Woche findet bereits die wichtigste Erziehung statt.

  1. Stubenrein: Wann sollte der Welpe rausgehen?
  • Direkt am Morgen
  • Alle zwei Stunden
  • Nach jedem Fressen oder Trinken
  • Nach dem Training oder dem Spielen
  • Wenn er unruhig wird
  • Vor dem Zubettgehen
  1. Alleine bleiben: Wie lernt der Welpe es?
  • Die ersten Wochen bei ihm bleiben.
  • Nur den Raum wechseln
  • Den Raum wechseln und Tür schließen.
  • Für mehrere Minuten den Raum wechseln.
  • Erst danach die Wohnung verlassen.
  1. Disziplin: Was ist beim Training wichtig?
  • Viel Geduld
  • Kurze Befehle erteilen, keinen langen Redeschwall
  • Intensives Loben mit kleinen Leckerchen oder Streicheleinheiten
  1. Ernährung: Wie viel darf ein Labrador fressen?
  • Fütterungsempfehlungen der Hersteller beachten
  • Nicht zu viele Leckerchen
  • Nicht alles darf ein Hund fressen, hier genau informieren
  • Regelmäßig frisches Wasser geben
  1. Kommandos: Kurz und knapp
  • Kurze Kommandos nehmen, z.B. Aus, nein, komm, Platz, Sitz
  • Ernste Stimme
  • Konsequent bleiben
  • Regelmäßig wiederholen zum Üben
  1. Sozialisierung: Kontakt mit anderen Hunden
  • Kontakt zu anderen Hunden nicht meinen
  • Dabei in Kontakt zum Labrador bleiben
  1. Leinenzwang: Wie vermeide ich ziehen?
  • Im Welpenalter an die Leine gewöhnen
  • Stehenbleiben, wenn er anfängt zu ziehen
  • Ihn loben, wenn er an der Seite bleibt

Wie bekomme ich den Labrador stubenrein?

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, den Labrador stubenrein zu bekommen. Grundsätzlich benötigst du einfach etwas Geduld und Ausdauer. Gleichzeitig spielt allerdings auch viel Aufmerksamkeit deinem Hund gegenüber sowie reichlich Konsequenz eine wesentliche Rolle. Hat dein Labbi dich einmal als Rudelführer anerkannt, kannst du relativ problemlos seine Geschicke lenken, sprich auch beim Gassi gehen.

Sobald der Labrador in sein neues Zuhause kommt, muss er viel lernen. Von seiner Mutter hat er bereits beigebracht bekommen, dass er seinen Schlafplatz immer sauber zu halten hat. Darum sucht er meist bestimmte Orte auf, um dort sein Geschäft zu verrichten. Am Anfang ist es besonders wichtig, dass du deinen Labrador Welpen nicht alleine lässt und ihn mehrmals täglich nach draußen führst, damit er schnell stubenrein wird. Dennoch kannst du davon ausgehen, dass er sein Geschäft am Anfang überall machen wird. Erwischst du ihn dabei, solltest du lediglich mit einem lauten „Nein“ darauf reagieren und ihn danach sofort nach draußen bringen. Andere negative Reaktionen sollten vermieden werden, da er sonst ängstlich wird und sein Geschäft irgendwo heimlich macht. Hat er sein Geschäft erstmalig draußen verrichtet, kannst du ihn mit einem kleinen Leckerchen belohnen oder ihm einfach nur verstärkt Streicheleinheiten zur Belohnung geben.

Ein Labrador ist sehr intelligent und lernt sehr schnell, insbesondere wenn er für ein positives Verhalten eine Anerkennung erhält. Bei einem Welpen ist es wichtig, dass er ständig beobachtet wird. Häufig zeigen sie durch leises Fiepen oder einer gewissen Unruhe, dass sich da etwas anbahnt. Damit in der Wohnung kein Unglück passiert, sollte er jetzt schnellstens nach draußen gebracht werden. Je häufiger du auf sein Verhalten reagierst, um so schneller weiß er, dass er für sein Geschäft nach draußen gehen muss. Zusätzlich lassen sich beispielsweise verschiedene Rituale mit einbinden. Sobald der kleine Vierbeiner aufgewacht ist oder gefressen hat, einfach mit ihm nach draußen gehen, so dass er sich direkt erleichtern kann.

Wie gewöhne ich dem Labrador das Bellen ab?

Bevor es darum geht, dem Labrador das Bellen abzugewöhnen solltest du erst einmal wissen, warum er überhaupt bellt. Es gibt unterschiedliche Situationen, in denen dein Hund mit Gebell reagiert. Sobald du bewusst feststellen konntest, welche Ursache das Bellen hat, kannst du mit der richtigen Strategie dagegen vorgehen.

In den ersten Tagen nach seiner Ankunft im neuen Zuhause ist es beispielsweise wichtig, dass der Labrador nicht alleine gelassen wird. Fühlt er sich einsam und alleine, reagiert er oftmals mit Bellen auf diese für ihn ungewohnte Situation. Das gilt nicht nur während des Tages so, sondern auch in der Nacht. Damit er das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit beibehalten kann, sollte er in der Nacht ein Plätzchen im Schlafzimmer bekommen, wo er nicht alleine ist.

Wenn der Labrador Hunger und Durst hat oder einfach nicht ausgelastet ist, fängt er ebenfalls häufig an zu bellen. Darum ist es wichtig, dass er eine ausgewogene Ernährung erhält und immer frisches Wasser zur Verfügung hat. Gleichzeitig sollte er physisch und mental ausgelastet werden, damit er nicht unruhig und laut wird. Ein Auslauf von ungefähr zwei Stunden am Tag sowie abwechslungsreiche Aktivtäten helfen dabei, dass der Welpe keine Langeweile hat und am Ende des Tages müde und ausgeglichen ist.

Neben den grundlegenden Bedürfnissen sollte darauf geachtet werden, dass der Labrador Welpe sozialisiert wird, das heißt, regelmäßig mit anderen Hunden Kontakt hat. Geschieht dies nicht, wird er anderen Hunden gegenüber verteidigend oder verängstigt reagieren, was sich dann wiederum im Gebell zeigt.

Lässt sich ein Labrador leicht erziehen?

Ein Labrador ist ein sehr gelehriger und intelligenter Hund. Er eignet sich hervorragend für Hundeneulinge. Im Grunde genommen lässt er sich relativ leicht erziehen, doch sollte dabei ein gesundes Maß an Einfühlungsvermögen sowie Konsequenz miteinander verbunden werden. Er lernt ziemlich schnell, ist dabei überaus motiviert und ohne Weiteres in der Lage, Befehle oder Kommandos schnell umzusetzen.

Wie bereits mehrfach erwähnt, sollte die Erziehung bereits im Welpenalter beginnen. Hierbei empfiehlt es sich, die jeweiligen Befehle oder Kommandos im gleichen Tonfall zu benennen, denn dadurch ist dein Vierbeiner in der Lage, diese Befehle auch direkt zuzuordnen. Als kleine Unterstützung bei der Erziehung können kleine Leckerchen oder viel Anerkennung in Verbindung mit Streicheleinheiten sehr positiv wirken.

Welche Ernährung ist für den Labrador am besten?

Ein Labrador ist nicht nur süß, sondern auch sehr verfressen. Mit seinen treuen Augen schafft er es hervorragend zu betteln, doch leider führt das auch dazu, dass er schnell an Übergewicht leidet, wenn du darauf eingehst. Die Futtermenge ist grundsätzlich abhängig vom jeweiligen Alter des Hundes. Die meisten Hersteller haben dazu Fütterungsempfehlungen auf dem Hundefutter vermerkt, nach der du dich gut richten kannst.

In den ersten Tagen ist es jedoch wichtig, dass die Fütterungsempfehlung des Züchters eingehalten wird, damit sich das Tier nicht auch noch auf eine Futterumstellung einstellen muss. Labradore benötigen ein spezielles Welpenfutter, welches auf die Bedürfnisse des Junghundes ausgelegt ist. Das Welpenfutter weist in der Regel eine andere Zusammensetzung der Inhaltsstoffe auf als gegenüber einem ausgewachsenen Hund.

In der Regel zieht der neue Hausbewohner nach etwa zehn bis zwölf Wochen bei seiner Familie ein. Damit der Labrador Welpe eine gewisse Kontinuität erhält, sollte die benötige Futtermenge auf vier Mahlzeiten aufgeteilt werden. Erst ab dem vierten Monat können die Mahlzeiten auf drei verringert werden und ab dem sechsten Monat sogar auf zwei Portionen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Trocken- oder Nassfutter gewählt wird.

Wie bringe ich dem Labrador das Alleinsein bei?

Der Labrador ist sehr anhänglich und dazu ein Rudeltier. Hat er dich einmal als Rudelführer akzeptiert, wird er kaum von deiner Seite weichen. Doch es gibt immer mal Situationen, wo er lernen muss, alleine zu bleiben. Das ist oftmals alles andere als leicht, denn für ihn ist es mit Verlustangst verbunden. Um den Labrador Welpen langsam daran zu gewöhnen, sollte das Alleinsein schrittweise und vor allem langsam trainiert werden.

Der Labrador lernt schnell und prägt sich viele Dinge in seinem Langzeitgedächtnis ein. Je häufiger etwas wiederholt wird, um so schneller begreift er es. Zu Beginn reicht es bereits aus, einfach in den nächsten Raum zu gehen und hinter sich die Tür zu schließen. Öffnest du die Tür nach wenigen Minuten wieder, zeigst du damit deinem Hund, du kommst wieder. Wenn er das verinnerlicht hat und entspannt zurückbleibt, kannst du die Zeit ein wenig erhöhen. Klappt auch das, kannst du erstmalig daran denken, die Wohnung zu verlassen. Wichtig ist dabei, dass du deinen Hund, sobald du dich anziehst oder den Wohnungsschlüssel nimmst, nicht ansprichst, denn dadurch gerät er in eine Erwartungshaltung und macht sich unnötig Hoffnung.

Welches Buch zur Labrador Erziehung empfiehlt sich?

  • Labrador Retriever: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung
  • Labrador Retriever: Sportskanone mit Familiensinn

Fazit:

Der Labrador ist ein absoluter Familienhund. Er benötigt viel Auslauf von ungefähr zwei Stunden am Tag sowie regelmäßiges Training, um ausgelastet und ausgeglichen zu sein. Je jünger der Hund ist, um so mehr Auslauf ist für ihn notwendig. Ein Labrador hat eine Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren. Sie sind kontaktfreudig und sanftmütig und können ihre Herrchen und Frauchen ganz schön auf Trab halten. Ein Labrador Rüde erreicht eine Gesamtgröße von 57 bis 62 Zentimeter, wobei er zwischen 29 und 36 Kilogramm wiegen kann. Das Weibchen hingegen wird gerade mal 55 – 60 Zentimeter groß und erreicht ein Gesamtgewicht von 25 – 32 Kilogramm. Die Ernährung kann sehr unterschiedlich sein und richtet sich nach den eigenen Vorstellungen. Dabei kann gewählt werden zwischen Trocken- und Nassfutter, aber auch das Barfen wird immer häufiger angewendet. Ganz gleich, welche Ernährung gewählt wird, es ist wichtig, dass die Fütterungsempfehlungen der Hersteller beachtet werden.

Hey, hey! 🙂 Ich bin Riccarda und ich bin dein Online Hundecoach. Ich bin zertifizierte Hundetrainerin nach dem Tierschutzgesetz §11 und teile mit diesem Blog und meiner Online Hundeschule mein Wissen mit dir. Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Tipps weiterhelfen kann und wünsche viel Spaß beim Stöbern auf meiner Website!
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